Musik für geschlossene Augen
Mogwai. Mr. Beast. Eine Bestie von Album. Ich habe die CD heute nicht zum ersten mal gehört, und ich fand sie auch schon immer wirklich gut. Großartig sogar. Aber ihre wirkliche Schönheit offenbarte sich mir erst heute, als ich sie im Bett liegend, in der sanfte rote Licht einer IKEA-Lampe getaucht, das Album mit geschlossenen Augen hörte.
Es gibt Musik, die einem einfach Bilder in den Kopf zaubert, die zu beschreiben man eigentlich garnicht erst versuchen sollte. Bei Mr. Beast war es eine wahre Bilderflut. Fallen, stürzen, von der höchsten Klippe in den tiefsten Abgrund, wehmütig der eben abgesprungenen Klippe hinterherschauend, voll furcht voraus in der ungewisse Dunkel der Tiefe schauen. Der Wind peitscht einem ins Gesicht, dann wieder schwebt man auf einer Wolke, genießt die Freiheit, fliegt durch die Luft und dann doch wieder abwärts. Gespannt was kommt, das endlose dunkle Nichts, der weite Ozean, oder das sichere Ende nach einem langen Sturz.
Das klingt alles nach einem brutal übertrieben-kitschigen Fanboy-Review, aber ein Fanboy bin ich sicher nicht. Mr. Beast ist bisher das einzige Album das ich von der Band kannte, und wie eingangs beschrieben, habe ich es auch bereits mehrmals gehört. Doch nie war das Erlebnis so intensiv wie heute. Nie hatte ich mich so auf die Musik konzentriert, die Melodien, die Arrangements, die Dramatik. In meinem Magen hatte ich noch eine Stunde danach ein wohlig mulmiges Gefühl.
Dieses Jahr habe ich die Band auf dem Hurricane gesehen. Dort fand ich sie gut, aber ehrlich gesagt auch ein klein wenig langweilig. Wahrscheinlich weil ich ihnen zugeschaut habe, und nicht der Musik.
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Tags: mogwai, mr. beast
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